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Herzlich willkommen!

Wir begrüßen Sie auf der Internetpräsenz des Bienzucht- und Obstbauvereins 1882 Augsburg e.V.

mit den Anlagen Friedrich-Fischer-Garten, Lueginsland-Garten & den Imkern.

 

Vereinschronik

 „Burgschlag“ hieß 1494 das Gartengelände südlich des Lueginsland-Turms, als es die Stadt zur Anlage eines Friedhofs erwarb.Der erste Verstorbene wurde am 18. Februar 1495 auf dem St. Stephans- bzw. Unterer Gottesacker beigesetzt. Die gotische Kapelle „St. Salvator“ wurde 1498 eingeweiht.

 In den folgenden 150 Jahren fanden hier die angesehensten katholischen Bürger ihre letzte Ruhestätte. Prächtige Grabdenkmäler machten den Friedhof zu einer Sehenswürdigkeit.

 Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 fiel der Friedhof den Protestanten zu.

 Im Spanischen Erbfolgekrieg 1703/04 wurde die Reichsstadt Augsburg von den Bayern und Franzosen besetzt. Sie verwüsteten weite Teile der Stadtbefestigung und erbauten auf dem Friedhofsgelände eine Zitadelle mit gegen die Stadt gerichteten Geschützen. Zwei Tage nach der verlorenen Schlacht bei Höchstädt am 13. August 1704 verließen die Besatzer Augsburg. Mehrere Jahre dauerten die Beseitigung des Forts und die Wiederherstellung des Friedhofs.

 Am 18. April 1806 wurde im eben bayerisch gewordenen Augsburg das königliche Edikt verkündet, dass innerhalb der Stadtmauern keine Toten mehr beerdigt werden dürfen. Das war das Ende des Friedhofs, dessen Gelände 1808 versteigert wurde.

 Gärtner und Imker nutzten das Areal, nachdem die Kirche abgebrochen und die Grabdenkmäler zum Teil in den Protestantischen Friedhof verbracht worden waren.

 Am 27. Januar 1882 wurde dann der Bienenzuchtverein Augsburg unter dem Vorsitz von Freiherrn von Rehlingen aus Hainhofen gegründet.

 Ab 1888 pachtete der Verein von der Stadt Augsburg den damaligen offengelassenen protestantischen Gottesacker beim Lueginsland. Der Pachtschilling dafür betrug 140 Mark und musste in halbjährigen Raten, jeweils an Georgi und Michaeli voraus bezahlt werden.  

 Am 06. Dezember 1896 wurde einstimmig der Zusammenschluss der Imker und Gartenbauer zum neuen „Bienenzucht- und Obstbauverein Augsburg“ beschlossen.

 Mit dem Magistrats-Beschluss vom 29. April 1899 wurde der Lueginsland-Garten dem Verein kostenlos als Mustergarten zur Verfügung gestellt, mit der Auflage, an bestimmten Tagen und Stunden dem allgemeinen Besuch zugänglich zu machen.

 1914 wurde eine Züchtergruppe gegründet, welche auf dem Schießplatz in Haunstetten eine Belegstelle errichtete.

 1916, im dritten Kriegsjahr, hatte der Verein an der Friedberger Straße ein Grundstück der Stadt Augsburg gepachtet und in Parzellen an die Mitglieder unterverpachtet. 1954 musste der Garten in der Friedberger Straße für eine Omnibushalle der Stadtwerke Augsburg weichen. Die Stadt stellte ein Grundstück am Brunnenlech am Siebentischwald zur Verfügung und gab zur Neuerstellung einen ansehnlichen Betrag. Aus Dankbarkeit für seine unermüdliche Arbeit des damaligen Vorstandes, Herrn Friedrich Fischer, wurde diese Anlage nach seinem Tod in „Friedrich-Fischer-Garten“ benannt.

 Bis heute existieren die beiden Anlagen Friedrich-Fischer-Garten sowie Lueginsland-Garten inmitten der Stadt Augsburg.